Kompetenzen machen Fachkräfte
Kreis Gütersloh. „Teilqualifikationen sind ein wichtiger Schlüssel, um jetzt und in Zukunft Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu entwickeln. Heute schauen wir genauer auf diesen Schlüssel und wie Unternehmen ihn für sich nutzen können“, sagte Nikola Weber, Geschäftsführerin der pro Wirtschaft GT zum Beginn des ‚Fachkräfte.FORUM‘ im Kreishaus in Gütersloh. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Gütersloh hatte Personalverantwortliche, Netzwerkpartner und Interessierte eingeladen, um auf Teilqualifikationen als Ergänzung und Alternative zur klassischen Berufsausbildung zu blicken.
Teilqualifikationen geben Beschäftigten die Möglichkeit, sich in einem bestimmten Bereich weiterzubilden, ohne direkt eine mehrjährige Berufsausbildung absolvieren zu müssen. So können sie bestimmte Kompetenzen zu ihren bereits erlernten Fähigkeiten ergänzen. „Ein gutes Beispiel, sind etwa langjährige Mechaniker, die sich über Teilqualifikationen zu Mechatronikern fortbilden“, erklärte Julia Kerl von der Agentur für Arbeit, die auch die Fördermöglichkeiten für Unternehmen im Bereich der Teilqualifikationen in den Blick nahm. So können Unternehmen für Beschäftige, die sich kompetenzorientiert fortbilden unter bestimmten Voraussetzungen verschiedene Formen der finanziellen Unterstützung für Mitarbeitende in Fortbildung erhalten. „In Anbetracht der globalen Megatrends, wie etwa der Demografie, die auf unsere Personal- und Fachkräftesuche einwirken, sollten wir uns fragen: Welche Kompetenzen haben und brauchen wir heute und in Zukunft in unserem Unternehmen“, bestärkte Christan Slotta, Leitung Personal und Organisation beim Kreis Gütersloh die Bedeutung des Themas für die Personalsuche und -entwicklung.
Besonders im Kreis Gütersloh wird das Erlernen neuer Kompetenzen zeitnah eine entscheidende Rolle spielen. „Der Kreis Gütersloh ist ein produktionslastiger Standort mit einem hohen Anteil an eher ungelernten Beschäftigten“, erklärte Nikola Weber. „Gerade hier können Teilqualifikationen eine guter Weg sein, um die vorhanden Kompetenzen zu ergänzen und so diesen Beschäftigten das Rüstzeug für die Zukunft mitzugeben“, so Weber. Grundlegend unterscheidet man in Anpassungsqualifikationen und berufsanschlussfähige Teilqualifikationen. Letztere sind als Teile einer Berufsausbildung zu verstehen. So wird eine klassische Berufsausbildung in verschiedene Teilqualifikationen zerlegt. Diese einzelnen Bausteine können dann einzeln absolviert werden und bilden die Grundlage für einen Berufsabschluss. Welche und wie viele Teile in Form einer Teilqualifikation absolviert werden müssen, um die Voraussetzungen für eine Abschussprüfung zu erlangen, ist unterschiedlich und wird individuell nach den entsprechenden beruflichen Kenntnissen festgelegt.
Dr. Martin Noack von der Bertelsmann Stiftung gab den rund 70 Gästen in seinen Impulsbeitrag Werkzeuge und Portale mit, die Unternehmen darin unterstützen, Wandel zu gestalten, vorhandene Kompetenzen zu validieren und Kompetenzbedarfe und -lücken zu erkennen und zu schließen. Das praktische Vorgehen erläuterte aus Sicht der Weiterbildungsinstitute Jörg Schlüpmann von der Deutschen-Angestellten-Gesellschaft, der über das Verbundprojekt ‚MyTQ‘ die praktische Anwendung der berufsanschlussfähigen Teilqualifikationen darstellte. Teilqualifikationen sind auch bei der IHK ein anerkanntes Mittel zur Weiterbildung von Beschäftigten. So blickte im Rahmen des Forums Björn Huxoll von der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld auf den Weg, um über gesammelte Teilqualifikationen einen von der IHK anerkannten Berufsabschluss zu erlangen.
Fachkräfteentwicklung und -gewinnung steht auch bei zahlreichen weiteren Angeboten der pro Wirtschaft GT im Fokus. „Eine gute Möglichkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und gute Beispiele aus der Praxis kennenzulernen ist der Wettbewerb Mitarbeitende.gewinnen“, betonte Dr. Marita Reinkemeier, die sich bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft um den Bereich Arbeitgeberattraktivität kümmert. Alle Informationen zu dem Wettbewerb und den weiteren kostenfreien Angeboten der pro Wirtschaft GT finden sich online unter www.prowi-gt.de

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